Training

Monday, 22. september 2008 1 22 /09 /Sept. /2008 07:35

4) Nahkampf   contra   Selbstverteidigung

Nahkampf wird oft un d irrtümlich mit dem Selbstverteidigungsbegriff gleichgesetzt. Auf den ersten Blick scheinen die Unterschiede zwischen dem Kampf auf der Matte und dem auf dem Straße nur gering zu sein. Man wäre eventuell sogar versucht, Unterschiede nur in der Zielsetzung, nicht aber in der Technik zu sehen.

Betrachten wir dazu einmal konstruierten Selbstverteidigungsfall: Sie stehen am Eingang eines Tanzlokales und verweigern einem offensichtlich stark Betrunkenen den Eintritt. Eine Situation die den Betrunkenen in der Regel nicht verständlich ist und er somit auch nicht einsichtig. Es folgen lautstarke Pöbelein und unflätige Beschimpfungen. Als das keine Wirkung zeigt, erfasst der Aggressor den Arm und holt mit der freien Hand zum Schlag aus um sich Eintritt zu verschaffen.

Verharren wir bei dieser Situation und vergleichen wir an ihr den Nahkampf mit der praxisbezogenen Selbstverteidigung.

Nach den Grundsätzen des Nahkampfes würden wir spätestens beim Erfassen des Armes eine Angriffserie mit Tritten in den Unterleib/Knien  und Fauststößen zum Kopf starten und mit Folgetechniken nachgehen, bis der Kontrahent kampfunfähig ist. Und wie der Name „Selbstverteidigung“ – womit landläufig Notwehr gemeint ist- schon aussagt, wird dabei lediglich verteidigt, also auf einen Angriff reagiert und nicht agiert wie im ersten Fall, der den Bestimmungen des Notwehrrechts gemäß § 3 des STGB eindeutig zuwiderläuft. In der Regel ein Notwehrexzess mit rechtlichen Folgen für das private Sicherheitsorgan.
 

Alleine aus diesem kurzen Beispiel ist schon ersichtlich das es in der SV-Ausbildung eines privaten Sicherheitsorgan mehr bedarf als nur kämpfen zu lernen.

Praxisbezogene Selbstverteidigung muss anders agieren und bietet je nach Art der Bedrohung unterschiedliche Lösungen an. Nicht alles, was am SV-Markt ist, eignet sich zur Bewältigung haariger Situationen und der Student ist gut beraten, bei der Auswahl „seines“ Systems kritisch vorzugehen.

von The Doorman -- der Türsteherblog / Securityblog
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Saturday, 6. september 2008 6 06 /09 /Sept. /2008 08:31

Psychopathologische Phänomene in den Kampfkünsten Teil 3
Autor Tom Herold

 

Es ist schon kurios – wer behauptet, gut boxen zu können, wird dies irgendwann beweisen müssen. Wer für sich reklamiert, ein begnadeter Fußballer zu sein, wird dies unter Beweis stellen müssen. Gleiches gilt auch für jene, die von sich behaupten, exzellente Schwimmer, Ringer, Tischtennisspieler, Handballer, Basketballer, Freeclimber, Marathonläufer, Taucher oder Köche zu sein. Auch Judoka werden oft genug aufgefordert, ihr Können unter Beweis zu stellen. Für sie alle gilt : Affirmantis probatio (Wer behauptet, muss beweisen). Erstaunlicherweise scheint dieser Grundsatz für die vorstehend beschriebenen selbsternannten „Meister“ der Kampfkunst keinerlei Gültigkeit zu besitzen. Während die Mehrzahl der Kampfkunstanhänger (ob Wettkämpfer, Breitensportler oder Ausbilder) das eigene Können und Wissen durchaus ehrlich, realistisch und selbstkritisch einschätzt, erkennt man Spinner daran, dass sie es sich niemals verkneifen können, mit angeblichen Heldentaten zu prahlen.

Dabei scheint es ihnen völlig egal zu sein, dass ihre Heldengeschichten zum einen extrem unwahrscheinlich und zum anderen sehr leicht zu durchschauen sind. Verblüffend finde ich jedoch, dass solche Spinner trotz alledem immer wieder gläubige Schüler finden. Wenn es sich bei diesen Schülern nur um Kinder handeln würde, könnte ich das noch verstehen. Kinder sind gutgläubig und leicht zu beeindrucken. Wie es aber möglich ist, dass Erwachsene solchen eitlen, verlogenen Selbstdarstellern auf den Leim gehen, kann ich mir nicht erklären. Wir leben im Informationszeitalter, und jeder hat die Möglichkeit, die erhaltenen Informationen nachzuprüfen. Dabei kommt es natürlich sehr darauf an, welche Quellen man zu Rate zieht …

Es sollte eigentlich offensichtlich sein, woran man die besagten Kampfkunst-Kasper erkennen kann. Ich möchte dennoch einige unverkennbare Merkmale aufzählen.

+  Zum einen sollte man doch hellhörig werden, wenn der „Meister“ mehr als zwei sehr hohe Graduierungen vorzuweisen hat. Es dauert gewöhnlich sehr, sehr lange, bis man in einem seriösen Kampfsystem einen hohen Grad verdient hat.

+  Wer also unter dreißig ist und mit Graden oberhalb des vierten Dan renommiert, der ist entweder ein absolutes Ausnahmetalent – oder eben ein Spinner.

+  Wer zwei sehr hohe Grade sein eigen nennt, sollte schon nachvollziehbar erklären können, wie er diese erworben hat.

+ Gewöhnlich wird einem Meister, der sich ergänzend mit artverwandten, anderen Kampfkünsten befasst, von der zuständigen Organisation irgendwann ein hoher Dan-Grad verliehen. Dann sollte der so Geehrte aber immer zugeben können, dass es sich dabei um eine Verleihung „honoris causa“ gehandelt hat!

+ Es gibt in der Tat nur wenige Meister, die tatsächlich in verschiedenen Kampfsystemen sehr hohe Graduierungen aufgrund ihrer Leistungen durch Prüfungen erworben haben. Nun will es mir aber doch recht unwahrscheinlich vorkommen, dass es sich bei den von mir vorstehend beschriebenen Spinnern um derartige Meister handeln könnte.

 

von The Doorman -- der Türsteherblog / Securityblog
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Saturday, 6. september 2008 6 06 /09 /Sept. /2008 08:25

Psychopathologische Phänomene in den Kampfkünsten  Teil 2

Autor Tom Herold

 
Manchmal ist es jedoch möglich, die Peinlichkeit dieser Geschichte bis ins Groteske zu steigern. Dann gehört der namenlose, geheimnisvolle Meister nämlich sogar zur Familie dessen, der da auf Seminaren dummes Zeug demonstriert. Ein in Mecklenburg beheimateter Kampfkunst-Kasper, der in einem „Jiu-Jitsu-Freizeit-Dojo“ (doch, doch, das gibt es wirklich!) eine selbsterfundene Stilrichtung lehrt, deren Name übersetzt „Schriftzeichen-Kunst-Weg“ lautet, verstieg sich gar zu der Behauptung, die Kampfkunst von seiner Mutter erlernt zu haben. Diese nämlich sei eigentlich eine weibliche Ninja und habe ihm den 5. Dan verliehen … Interessant ist, dass dieser „Meister“ inzwischen mit einem rot-weißen Gürtel herumläuft. Na ja, ist ja auch verständlich. Den schwarzen Gürtel hat doch heutzutage jeder, da muss man sich schon etwas abheben, nicht wahr. Und was ist einfacher, als sich selbst einen Dan-Grad zu verleihen?

Schließlich hat man ja eine eigene, ganz, ganz tolle Kampfkunst erfunden, da wird man doch wohl das Recht haben, sich den Dan-Grad auszusuchen … Es wäre, denke ich, ganz interessant, eine wissenschaftliche Untersuchung zur Problematik der Psychopathologie, der Wahrnehmungs- und Persönlichkeitsstörungen in den Kampfkünsten durchzuführen. Der Prozentsatz der Spinner scheint in den Kampfkünsten (verglichen mit anderen Sportarten und Bewegungskünsten) überproportional hoch zu sein.

 
Die Kampfkünste haben inzwischen leider einen denkbar schlechten Ruf. Da kann es nicht verwundern, dass es folgenlos blieb, als der vorstehend erwähnte selbsternannte „Meister“ im Rahmen einer Großveranstaltung nur mit einem Tiger-Tanga bekleidet eine selbsterfundene Kata … äh, zelebrierte. Begleitet wurde jene verblüffende Darbietung, die als „Musik-Kata“ angekündigt war, von dem stilvollen deutschen Schlager „Zieh dich aus, kleine Maus …“ (Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist tatsächlich so passiert – und wir haben es auf Video!) Dies war an jenem Tage bereits die zweite Peinlichkeit, die sich besagter „Meister“ leistete. Zuvor hatte er doch allen Ernstes (natürlich vergeblich) versucht, einen frei an einem Gestell hängenden Baseball-Schläger mit der Handkante zu durchschlagen. Das dürfte einiges über diesen „Meister“ aussagen …


Ein anderer selbsternannter „Meister“, dessen peinlich geringes Können mehrfach auf Videos dokumentiert wurde, bemüht sich derzeit eifrig, im Internet am eigenen Mythos zu basteln. Offenbar hat dieser Mann jedweden Bezug zur Realität verloren, denn er verkündet allen Ernstes, dass sein Weg zu den Meisterehren in den Kampfkünsten begann, als er im Garten trainierte und ein alter Samurai (?) des Weges kam, der ihn sofort zu seinem würdigen Erben erklärte. Den Namen des alten Samurai darf er natürlich nicht verraten, weil … äh, ja eben weil. Wer sich nun verblüfft fragt, wo im Osten Deutschlands zu Beginn der achtziger Jahre ein alter Samurai herkam, der … äh, hat nicht begriffen, worum es eigentlich geht, basta. (Es sei mir verziehen, wenn ich mir mühsam einen Lachkrampf verkneife bei der Vorstellung, daß ein alter Samurai zu Beginn der achtziger Jahre durch die DDR wanderte auf der Suche nach einem Erben …)

Die hier angeführten Beispiele sollen vorerst genügen, denke ich. Es ergibt sich nunmehr eine wichtige Frage. Wieso ziehen die Kampfkünste diese Art von wahrnehmungsgestörten, offenbar psychotischen Persönlichkeiten geradezu magisch an? Vermutlich gibt es keine andere Nische in unserer Gesellschaft, wo sich solche Störungen so ungeniert ausleben lassen. Nur in den Kampfkünsten ist es wohl möglich, einem gewissen Größenwahn nachgeben zu können – das System der Kampfkünste scheint dies zu tolerieren. Zugleich muss man berücksichtigen, dass solcherart gestörte Persönlichkeiten völlig immun gegen jede Art von Kritik sind.

Es ist allerdings zu beobachten, dass Kritik von ihnen nicht etwa ignoriert wird – im Gegenteil. Kritik dient hier als Bestätigung der eigenen Paranoia. („Ich bin der Größte, und meine Kritiker sind alle nur neidisch und spinnen Intrigen gegen mich …“) Letztlich scheint es das System der Gürtelgrade zu sein, welches die Kampfkünste für psychotische Persönlichkeiten so interessant macht. Wer einen sehr hohen Dan-Grad trägt, der wird selten aufgefordert werden, sein Können tatsächlich (z.B. im Kampf) unter Beweis zu stellen.

Wird ein solcher „Meister“ dann doch einmal herausgefordert, dann lehnt er es ab, zu kämpfen – da der Meister so enorm gefährlich ist, würde er den Herausforderer womöglich aus Versehen töten … Leider läßt sich nicht immer auf Anhieb feststellen, ob der Träger eines hohen Dan-Grades denselben auch durch Leistung zu rechtfertigen versteht. Wissen und Können in den Kampfkünsten lassen sich nur durch praktische Übungen verifizieren – und genau diese meiden die selbsternannten „Meister“ oftmals wie der Teufel das Weihwasser. Wenn sie sich doch einmal dazu herablassen, ihr vermeintliches Können zu demonstrieren, versagen sie stets kläglich. (Erfreulicherweise sind die schönsten Momente solcher Vorführungen stets auf Video dokumentiert.)

 

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Thursday, 4. september 2008 4 04 /09 /Sept. /2008 10:30

Psychopathologische Phänomene in den Kampfkünsten
Autor Tom Herold

 

Ich muß gestehen, daß es mir diesmal doch schwerfällt, sachlich zu bleiben. Dennoch möchte ich mich bemühen, so objektiv wie möglich einige Phänomene zu beleuchten, die wohl jeden ernsthaften Anhänger der Kampfkunst schon erheblich irritiert haben dürften.

Die Rede ist vom Auftreten jener merkwürdigen Gestalten, die seit geraumer Zeit zunehmend die bunte Welt der Kampfkünste … nun ja, bevölkern. Seit etlichen Jahren schießen sie wie Pilze aus dem Boden. In der unangenehm aufdringlichen Art von Marktschreiern erwähnen sie sich permanent und überall, um ihre seltsamen, selbsterfundenen „Kampfkünste“ zu verkaufen.

Wenn man genauer hinsieht, dann stellt man jedesmal verblüfft fest, daß diese „Meister“ oder gar „Großmeister“ nicht allzuviel anzubieten haben, um es einmal höflich zu formulieren. Dennoch unterrichten sie ungeniert auf Lehrgängen ihre krause Auslegung des angeblich realen Kampfes und blamieren sich damit, wo sie gehen und stehen. Das scheint ihnen indes völlig egal zu sein, solange sie nur immer wieder vor einer großen Gruppe Wißbegieriger stehen und sich als Meister gebärden dürfen. Gebärden ist hier das richtige Wort, denn die von diesen „Meistern“ demonstrierten Techniken sind offenbar nichts anderes als ihre persönliche Interpretation der Gebärdensprache – und für den realen Kampf etwa genau so nützlich. Erstaunt muß man immer wieder feststellen, daß das Können und Wissen dieser „Meister“ in keinem Verhältnis zu ihrem enormen Sendungsbewußtsein steht.

Ich nenne hier keine Namen, doch wer schon einmal in einer gewissen norddeutschen Kleinstadt an einem alljährlich stattfindenen großen „Kampfkunst-Event“ teilgenommen hat, der wird wissen, daß es ebenda von selbsternannten „Meistern“ nur so wimmelt. Gewiß unterrichtet auch der eine oder andere seriöse Referent dort, es scheint jedoch ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, daß ernsthafte Meister, deren Können über jeden Zweifel erhaben ist, nie ein zweites Mal eingeladen werden. Stattdessen kann man in jener norddeutschen Kleinstadt etliche selbsternannte „Meister“ erleben, deren Selbstvertrauen trotz ihrer erwiesenermaßen erbärmlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht zu erschüttern ist. So wurde dort wiederholt ein gewisser Nordeuropäer gesichtet, der vorgibt, realistischen Messerkampf und Messerabwehr zu unterrichten. Wer diesen Mann auf der Matte erlebt hat, kann nur fassungslos den Kopf schütteln. Die von ihm gelehrten Techniken gehören samt und sonders in die Kategorie „Schöner sterben“. Als dieser Mann darauf hingewiesen wurde, daß die von ihm gelehrten Techniken nichts weiter als selbstgefährdender Blödsinn seien, wußte er zunächst nichts zu erwidern. Einige Zeit später rechtfertigte er sich dann damit, daß sein „Meister“, dessen Namen er nicht nennen wolle und dürfe, ihm streng verboten habe, die wirklich effektiven Techniken öffentlich zu demonstrieren oder zu lehren. Diesen geheimnisvollen, namenlosen Meister kenne ich gut. Er muß unglaublich viele Schüler haben, denn jeder Spinner, der von Kampfkunst so viel versteht wie ich von Quantenphysik, beruft sich auf diesen geheimnisvollen Meister, dessen Name nicht genannt werden darf.

Teil 2 folgt.

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Wednesday, 3. september 2008 3 03 /09 /Sept. /2008 08:36

Überlegungen zur Ausbildung und beruflichen Anforderung in Sicherheitsdiensten

 

Es gibt eine nicht zu unterschätzende Zahl an Menschen die Selbstverteidigungstechniken in ihrem Beruf brauchen. Sind die Anforderungen dieser Berufsgruppen anders, können diese überhaupt eine normale Kampfkunst machen? Nein, denn die meisten Kampfkunsttechniken haben nichts mit wirklicher Auseinandersetzung zu tun.
Neben den unwissenschaftlichen und unphysiologischen Übungen gehen die meisten traditionellen Kampfstile von Bedrohungen aus, die entweder wirklichkeitsfremd oder übertrieben sind. Viele Stilisten versprechen, dass ihr System unterschiedslos für Soldaten, Polizisten, Türsteher und Zivilpersonen geeignet ist. Das ist grundsätzlich falsch und Angebote dieser Art sind immer unseriös. Sehr wohl kann der gleiche Trainer unterschiedliche Lehrsysteme für verschiedene Berufsgruppen anbieten.

 

Der normale Bürger kann es sich juristisch nicht leisten einen Kampf zu gewinnen, denn in der Regel deutscher Rechtsprechung hat Recht wer am Boden liegt. Fluchttechniken, Methoden des Coverns, des Umschubsens etc sind hier am sinnvollsten.

 

Türsteher und Security-Personal hingegen werden mit Vorliebe verklagt und haben vor Gericht beinahe zwangsläufig unrecht. Sie werden aber häufig zu mehreren angegriffen, zum Teil bewaffnet. Das Training hier muss psychologische Techniken beinhalten. Teamtechniken werden in Kampfkünsten häufig gar nicht unterrichtet, sind aber ungemein wichtig für Türsteher, denn zu zweit kann man einen gewalttätigen Gast wesentlich leichter kontrollieren. Der Türsteher darf nicht wegrennen, aber er kann das Gelände vorbereiten, es gehört ihm.

 

Der Bodyguard hat den Geländevorteil nicht so stark wie der Türsteher, aber er darf flüchten. Allerdings verteidigt er nicht sich, sondern einen dritten, was Konsequenzen für das Training hat. Der SEK-Beamte muss hingegen schnellstmöglich einen Geiselnehmer ausschalten, der Soldat sein Gegenüber möglichst geräuscharm töten. Die letztgenannten benutzen Waffen, was die wenigsten System berücksichtigen.

 

Niemals können diese Gruppen die gleichen Techniken und Taktiken verwenden, oder sie machen sich strafbar, oder sie sterben. Bei Sicherheitspersonal ist es wichtig, dass es im Team trainiert und nicht jeder für sich. Drei als Team trainierte Personen, sind drei gut trainierten Einzelgängern vorzuziehen.

Zum Beispiel im SYSTEMA-Training wird genau gesagt, für welches Szenario die Taktik gedacht ist. Hier trainiert man  also weniger Folgen von Schlägen und Tritten in die Luft, sondern z.B. das Überwinden eines Randalierers in der U-Bahn, an einer Bar oder in einem engen Raum. Darüber hinaus müssen Berufsgruppen spezifischen Unterricht erhalten.

Übrigens taten die Gründerväter der asiatischen Kampfkünste es ebenso. Es gibt z.B. eine Karateform die Kampfmethoden in einem Reisfeld (Matsch) zum Thema hat, eine andere die Verteidigung gegen einen bewaffneten Reiter. Diese Künste hatten ihre Berechtigung, aber Selbstverteidigung muss einer veränderten Umwelt Rechnung tragen.

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Wednesday, 3. september 2008 3 03 /09 /Sept. /2008 08:09

Wert des Kampfsports
 

Das zuvor Gesagte ist nun keinesfalls als Position gegen den Kampfsport zu sehen, im Gegenteil: Er kann enorm wichtige Impulse geben: Selbstbewusstsein, Kondition, Ästhetik, Erkenntnisse, sportliches Kräftemessen, Selbstverteidigungsschulung usw. bis hin zu finanziellen und sozialen Aspekten, insgesamt also durchaus produktiven Werten für das Leben. Nicht zu vergessen der Punkt, Disziplin  welcher einen Sportler erst ermöglicht In seiner Sparte erfolgreich zu werden.

So gesehen ist zu bedauern, dass der Kampfsport keine größeren Verbreitung und Förderung findet. Dennoch bleiben „Sport“ und „realistische Selbstverteidigung“ zwei gänzlich verschiedene Dinge!

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Friday, 29. august 2008 5 29 /08 /Aug. /2008 07:44

  Psychologische Aspekte

 

Selbst in den härtesten sportlichen Zweikampfsystemen ist eine Kampfniederlage nicht gleichbedeutend mit endgültiger Vernichtung. Andere Kämpfe lassen sich gewinnen und verlorene Meistertitel wieder zurückholen.

Das private Sicherheitsorgan oder eben der Security bezahlt seine Niederlage in einer körperlichen Auseinandersetzung  mit Beeinträchtigung oder Auslöschung seiner Physis. Dazu kommen noch andere einschneidende Belastungen wie Lärm, Anblick von Gewalttaten, Verletzte, Witterung, Erschöpfung usw. Das sind einschneidende Unterschiede zu jeder noch so realistischen Variante des Kampfsports.

Auch kommt da noch der Punkt mit dem Team sehr stark zum tragen.
Hat mich das Team fallen gelassen oder hat es mich unterstützt in meinem Tun?
Wurde ich aus der Suation durch mein Team gerettet oder verweigerte das Team wegen meines unangebrachten Handelns?



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Friday, 29. august 2008 5 29 /08 /Aug. /2008 07:02

Aus dem  Forum Securitytreff.de

Eine merkwürdige, aber real störende Komponente: Wie man trainiert, so agiert man in Stressituationen. Das Hirn wird geeicht. Folgende Klassifizierungen und Grobmuster sind mir an der Tür bei Kollegen aufgefallen.

Kontra Kickoxen:  Schiessen regelmässig über das Ziel hinaus. Panik am Boden. Anzeigen wegen KV an der Tagesordnung. Kaum eine Hilfe, um Störer zu kontrollieren. Widerstand wird gebrochen statt umgangen.

Anmerkung vom Doorman: Leider haben solche Kollegen sehr viele Urteile und somit auch eine sehr kurze Zeit in einem seriösen Unternehmen. Solche Personen sind für ein ernsthaft arbeitendes Team eher eine Belastung als eine Hilfe.

Pro Kickboxer: Gut, wenns "rummelt". Können austeilen und einstecken.

Anmerkung vom Doorman:   Das ist ein Punkt für diese Personen -- aber dann sind wir schon fertig!

Kontra Grappler: Bei 2 Mann gleichzeitig als Gegner schon überfordert per se. Gehirn ist einfach so dermassen auf Hebel- und Grappling geeicht, das es ihnen schwerfällt, den Schalter zu switchen und auf Mittelstreckenwaffen auszuweichen. Manchmal muss das eben sein, hilft nix.

Anmerkung vom Doorman: Macht im Allgemeinen einen besseren Eindruck und kommt von der Persönlichkeit besser im Team an.

Pro Grappler: Klasse, um Leute zu fixieren und Störer effektiv zu kontrollieren. Erstmal rangekommen die Hölle.

Anmerkung vom Doorman:  Wenn das Fixieren nicht am Boden erfolgt -- dort wo die Glassplitter liegen oder so -- ist es  eine eher bessere Teamunterstützung.

Kontra "bischen vom allem": Du kannst nichts so gut, um es mit einem echten Könner aufnehmen zu können auf seinem Gebiet.

Anmerkung vom Doorman: Wie viele der echten Könner laufen den herum. Dieses Teammitglied ist mir persönlich der Liebste. In den vorgeschriebenen Teamtrainings wird so eine Person -- wenn der Rest im grünen Bereich ist -- alsbald eine echte Stütze im Team.

Pro "bischen vom allem" : Du kannst von allem so viel, das du auf jede Situation flexibel reagieren kannst. Die Gruppierung, die am ehesten Stick und Tonfa sinnvoll einsetzen kann. Grapplern sind Waffen suspekt, und Kickboxer nutzen Sticks so, wie sie auch schlagen würden: Simpel und mit brachialer Gewalt. Hebel? Fehlanzeige.. KV Anzeige? Garantiert..

Anmerkung vom Doorman:  Da gehe ich mit dem Verfasser konform.


Am besten ist ein guter Mix von "Stilrichtungen" an der Tür. Ist das nicht gegeben, würde ich immer dem "Hansdampf in allen Gassen" den Vorzug geben.

Anmerkung vom Doorman: Noch zielgerichteter würde eine klare auf die Aufgaben und mit der nötigen Methodik durchgeführte Ausbildung über mehrere Seminare hinaus sein. Das eine gewisse Vorbildung da sehr stark am Erfolg mitwirkt ist nicht von der Hand zu weisen.

Allerdings wenn die Methodik in die alten Schienen gelangt ist der positive Effekt meist dahin. Auf der anderen Seite wieder, zeigt die Erfahrung, wird die neu gelernte Methodik auch ein Teil des pratizierten KK oder KS sind die Erfolge teilweise sensationell.

Trainng ist ein Zeitaufwand und sollte daher möglichst kurz gehalten werden und den dafür größten Nutzen bringen. Ansich ein Wiederspruch, aber die richtige Methodik und die richtige Einstellung der aktiven Person ergeben das zielorientierte Handeln.

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